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Was ist AVWS?

Unausgewogene Wahrnehmung verschiedener Frequenzen

Werden verschiedene Tonhöhen (Frequenzen) nicht ausgewogen wahrgenommen, kann dies dazu führen, dass sich ähnliche klingende Sprachlaute gleich anhören.


Viele Kinder hören tiefe Töne sensibler als hohe Töne. Für die Situation in der Schule bedeutet das, dass sie störende Nebengeräusche im Verhältnis zur Stimme des Lehrers oder der Lehrerin sehr laut wahrnehmen. Dadurch fällt es ihnen noch schwerer, die gesprochene Sprache richtig zu verstehen. Hinzu kommt eine durch die Anstrengung beim Zuhören bedingte Überforderung, aus der oft eine verkürzte Konzentrationsdauer resultiert.

Ungeklärte Ohrdominanz

Unter Umständen ist kein dominantes Ohr ausgeprägt oder beide Ohren wechseln in der Lateralität hin und her. Das Gehörte kann verzögert wahrgenommen werden oder in der Reihenfolge durcheinander geraten.
Zusammenspiel mehrere Sinnessysteme.


Eine Unausgewogenheit in einem so wichtigen Sinn wie dem Hören wirkt sich auch auf die Verarbeitung anderer Sinneseindrücke aus. Das gesamte System der Wahrnehmung, Verarbeitung und Nutzung von Sinneseindrücken gerät aus dem Gleichgewicht. So werden indirekt auch die optischen Eindrücke beim Lesen und Schreiben durch eine zentrale auditive Verarbeitungsstörung beeinträchtigt.

Mögliche Hinweise auf eine auditive Ursache bei LRS / Legasthenie

-viele Fehler im Diktat trotz Übens
-Verwechslung ähnlich klingender Laute
-langsames, stockendes Lesen
-erschwertes Erlernen des Schreibens
-Sprachverständnisprobleme
-Unsicherheiten beim Satzbau und der Grammatik
-Schwierigkeiten, Wörter in Silben zu gliedern, z.B. "Te-le-fon"
-Schwierigkeiten, Laute aus Wörtern herauszuhören
-Schwierigkeiten beim sinnerfassenden Lesen, z.B. Wörter oder Silben als Ganzes zu erkennen; z.B. "O-P-A"
-Unsicherheiten bei der Unterscheidung kurzer und langer Vokale

Mögliche Hinweise für Einschränkungen des Sprechens:

-Störungen / Verzögerungen beim Erwerb der Sprache
-eingeschränktes Sprachverständnis
-Schwierigkeiten in der Satzbildung
-Störungen des Redeflusses (Stottern)
-Auch bei Sprachstörungen wie dem Stottern und der Aphasie (,die nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder einer Hirnentzündung entsteht), kann das Hörtraining eine Hilfe sein. Wenn Sie ein Hörtraining beginnen, finden genaue Überprüfungen der Hörverarbeitung statt. Danach kann für den -Einzelnen entschieden werden, ob das Hörtraining sinnvoll eingesetzt werden kann.

Mögliche Hinweise auf eine eingeschränkte Hörverarbeitung bei der Aphasie:

-Wortverwechslungen
-Verwechselung von Lauten
-Sprachverständnisprobleme
-Schwierigkeiten bei der Satzbildung

ADHS /ADS

Ablenkbarkeit und Konzentrationsstörungen können ihre Ursache in einer unausgewogenen Hörwahrnehmung haben.

Wenn ein Mensch keine gute Balance in der Wahrnehmung tiefer und hoher Frequenzen hat, hört es Störgeräusche unter Umständen lauter als den Nutzschall.

Kinder nehmen z. B. den Straßenverkehr vor der Schule, die Schritte im Treppenhaus und der Lehrer im Nebenraum lauter oder nur wenig leiser wahr als die Lehrerin im eigenen Raum.

Auch nimmt dieses Kind Sprachlaute weniger laut wahr als die Geräusche, die durch die Füße der Kinder auf dem Boden, durch das Rücken von Stühlen oder durch andere Störungen verursacht werden.

Doch gerade die Stimme der Lehrerin oder des Lehrers und der Mitschüler sind es, worauf die Konzentration des Kindes sich in der Schule bündeln sollte.

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